Fragerunde Nr. 56 - Merlin

Zur Person

Merlin ist ein waschechter Bitcoiner aus dem deutschsprachigen Raum (Österreich/Deutschland/Schweiz), der sich vor allem dafür einsetzt, dass Leute ihre Bitcoin selbst, sicher und privat halten können – ohne unnötiges und riskantes Gegenparteirisiko dazwischen. Er ist vor allem bekannt für seine äußerst praktische Website btc-eco.de, eine übersichtliche Karte mit den unterschiedlichsten Tools und Diensten im Bitcoin-Ökosystem. Da findest du alles rund um sichere Wallets, Nodes (eigene Bitcoinknotenpunkte), Miner bis hin zu Möglichkeiten, anonym Bitcoin zu kaufen oder mit ihnen zu zahlen – immer mit einem klaren Fokus darauf, die Souveränität selbst in der Hand behalten. Merlin ist auf  Nostr aktiv und betreibt eine eigene Website auf welcher ihr weitere Projekte von ihm findet.

Merlin hat mir seine Antworten über X zukommen lassen.

1. Wer oder was hat dich auf Bitcoin aufmerksam gemacht?

Es muss die Zeit kurz vor 2017 gewesen sein. Der Name Bitcoin war auf einmal immer öfter im Alltag zu hören, und so wurde ich schließlich aufmerksam. Das erste Video, das ich mir dazu reingezogen habe, war das von 3Blue1Brown (https://www.youtube.com/watch?v=bBC-nXj3Ng4&). Bis ich Bitcoin dann aber wirklich ansatzweise richtig verstanden habe, hat es bestimmt noch zwei weitere Anläufe gebraucht.

2. Wer hat dir am Anfang am meisten Bildung zu dieser Entdeckung vermitteln können?

Hier muss ich meinen besonderen Dank an Andreas Antonopoulos aussprechen. Seine Videos und Vorträge haben mir unglaublich geholfen, tiefer in die Thematik, besonders auf technischer Seite, einzutauchen. Der Blocktrainer hat mir viel wertvollen Input gegeben, vor allem in der Philosophie dahinter. Und natürlich: Der Bitcoin Standard!

3. Wann hast du angefangen Bitcoin ernst zu nehmen?

Wie bei vielen hat es bei mir im Lockdown 2020 so richtig Fahrt aufgenommen. Mit so viel Zeit muss man ja etwas anfangen und das Beste daraus machen. In dieser Zeit haben sich dann alle Puzzleteile zusammengesetzt, und ich habe zum ersten Mal das große Ganze gesehen und verstanden. Seitdem bin ich immer tiefer in die Materie eingetaucht.

4. Wohin wünschst du dir, dass sich unsere Gesellschaft durch Bitcoin entwickeln könnte?

Die Menschen in der heutigen Welt haben sich daran gewöhnt, jegliche Souveränität über sich selbst und alle Bereiche ihres Lebens abzugeben, im Tausch gegen vermeintliche Sicherheit. Das funktioniert aber so nicht. Sie erhöhen ihre Abhängigkeiten zu anderen, und diese können (und werden) ausgenutzt.

Bitcoin setzt voraus, dass man ein gewisses Maß an Eigenverantwortung und Lernbereitschaft mitbringt. Die Philosophie vermittelt genau diese Werte. Außerdem trainiert sie das kritische Denken. Ich hoffe, dass Bitcoin den Menschen wieder frei und verantwortungsvoll macht.

5. Wo siehst du deine Aufgaben auf diesem Weg?

Ich möchte dazu beitragen, dass sich die Philosophie und die Werte von Bitcoin in der Gesellschaft verbreiten und mehr Menschen darauf aufmerksam werden. Um eine Lösung zu präsentieren, muss aber erst einmal Bewusstsein für das zugrundeliegende Problem geschaffen werden. Das ist eine große Aufgabe, denn das eigene Weltbild zu hinterfragen und gegebenenfalls hinter sich zu lassen, sich auf etwas Neues einzulassen, ist ein großer Schritt.

Um dieses Bewusstsein zu schaffen, veröffentliche ich hin und wieder Artikel auf meinem Blog (https://miotares.com/articles/).

Außerdem habe ich das Bitcoin Ökosystem (https://btc-eco.de/) ins Leben gerufen. Es soll als Anlaufstelle dienen, um die wichtigsten Services, Anlaufstellen und Angebote im Bitcoin Space zu finden. Es ist sehr schön zu beobachten, wie es immer größer wird.

Mein neuestes Projekt ist eine iOS-App, in der man auf einen Blick die wichtigsten Daten aus dem Mempool sieht. Aktuelle Links sind auf meiner Seite zu finden.

6. Wo nimmst du die Energie für deinen Antrieb her?

Es fühlt sich gut und richtig an. Außerdem macht es eine Menge Spaß, da man selbst auch immer noch etwas dazulernt. Bitcoin und all die Türen, die es in sämtliche Disziplinen öffnet, sind endlos. Im Grunde teile ich die Erkenntnisse, die ich während meiner eigenen Reise und Recherche gewinne.

Die größte Motivation ist aber, einen (wenn auch kleinen) Teil zu einer besseren Zukunft für alle beizutragen.

Vertraue meinen Texten nicht blind, am besten ist es, wenn du die Inhalte selbst verifizierst. Keine Anlageberatung!

 
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Fragerunde Nr. 55 - Philipp Hoenisch